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Alwin Koch

Alwin Koch
Leitstellenleiter
Tel. 07433 / 90 99 94
E-Mail

Rainer Knoll
stv. Leitstellenleiter
Tel: 07433 / 90 99 856
E-Mail

Integrierte Leitstelle Zollernalb

Die integrierte Leitstelle Zollernalb (ILS) in Balingen nimmt Hilfeersuchen entgegen und alarmiert oder disponiert die geeigneten Rettungsmittel zu den jeweiligen Notfallorten. Ausgestattet ist die ILS mit elektronischen Hilfsmitteln der neuesten Generation (Erneuerung 2014).

Die ILS ist zuständig für den Zollernalbkreis mit ca. 917 qkm und ca. 184.000 Einwohnern.  Neben der Alarmierung des Rettungsdienstes und der Disposition des Krankentransportes, werden die 25 Gemeindefeuerwehren (insgesamt 87 Feuerwehrabteilungen) ebenfalls alarmiert und unterstützt.

14 Disponenten besetzen die ILS rund um die Uhr mit 2 Disponenten. Zusätzlich wird  an Wochenenden und Feiertagen die Anzahl der Disponenten auf 3 erhöht. Hier finden hauptsächlich die Vermittlung des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes und die Disposition des kassenärztlichen Fahrservices statt.

Die ILS ist mit 4 Arbeitsplätzen, einem vollwertigen Lagedienstführerplatz und einer Besprechungsinsel ausgestattet.
Für Großschadenslagen stehen außerdem 4 Ausnahmearbeitsplätze (AAP) in einem Nebenraum zur Verfügung. Für die Rückfallebenen Brandmeldeanlage und digitale Alarmierung steht den Disponenten ein separater Arbeitsplatz zur Verfügung. Den Datenpflegern steht zusätzlich ein Büro-Arbeitsplatz und dem Leitstellenleiter ein Büro zur Verfügung.  

Weitere Informationen

Einsatzleitsystem (ELS)

Das ELS mit dem Einsatzleit,- Informations,-  und Organisationssystem ist folgendes beinhaltet: Einsatzübersicht, Erfassung, Disposition, Alarmierung, Maßnahmenkatalog, Statusverfolgung, Protokollierung, Einsatzmittelübersicht, Infothek, Einsatzrecherche, Schnelleinsätze, Großschadenslagen… Die Krankentransport-Einsatzplanung mit Zeitskala, Dienstpläne der Einsatzmittel und Auslastungsanzeige, dient der Unterstützung des Disponenten. Das ELS hat darüber hinaus zahlreiche Schnittstellen und weitere Informationen zum ELS.

Kommunikationsmanagementsystem (KMS)

Hier ist in der ILS eine der modernsten Generationen von Funkvermittlungs- und Notrufabfragesystemen eingebaut. Das System basiert auf 100% IP-Technologie. Die 4  Arbeitsplätze und der Lagedienstführerplatz, sind mit  beweglichen Touch Screen Bildschirmen ausgestattet.

Weitere Informationen

BOS-Kommunikationssystem zwischen der ILS und den Einsatzfahrzeugen des Rettungsdienstes und Krankentransports

Zusätzlich zum bestehenden Funkmeldesystem werden Kurztexte aus dem ELS wie Einsatzort, Patientenname usw. sowie die Koordinaten des Einsatzortes an das entsprechende Rettungsmittel hausnummerngenau übertragen. Mit den erhaltenen Koordinaten führt das Navigationssystem die Rettungsmittel direkt zum Einsatzort. Bei jeder Statusmeldung wird die ermittelte Standortkoordinate an die ILS übertragen und somit der Standort des Rettungsmittels an einem Bildschirm angezeigt. Alle Einsatzfahrzeuge sind zusätzlich mit mobiler Datenerfassung ausgestattet (MDE). Diese MDE ist direkt mit der Verwaltung und somit mit dem Abrechnungsprogramm verbunden.

Technische Daten

Kommunikation über Mobilfunk Vodafone

Sollte nun von der ILS oder von einem Einsatzmittel keine BOS-Funkverbindung aufgebaut werden können, schalten sowohl das ELS wie auch die Einsatzmittel automatisch auf Mobilfunk um. Die Einsatzmittel sind somit auch außerhalb des eigenen Rettungsdienstbereiches  zu erreichen. Das ELS ist über einen VPN Zugang an das SMS Center von Vodafone aufgeschaltet. Diese Aufschaltung ermöglicht eine bevorrechtigte Nutzung des SMS-Dienstes.

Technische Daten

Geo-Routing

Foto: Technikraum

Mit dem Modul Georouting stehen auf Basis importierter Routing-Daten eine Reihe wichtiger Leistungsmerkmale zur Verfügung. Insbesondere auch in Verbindung mit GPS Schnittstellen ergeben sich deutliche Qualitätsverbesserungen (Hilfsfristen) in der Einsatzbewältigung:
•    Disposition entsprechend realer Anfahrtsrouten
•    Auswahlfähige Anzeige der nächsten Fahrzeuge bei der Routing-Disposition
•    Darstellung der Anfahrtsroute
•    Darstellung der Anfahrtsbeschreibung in der Einsatzbearbeitung

Weitere Aspekte

Tunnel B463 Laufen

Alle Notrufe aus dem im Jahr 2002 eröffneten Tunnel der B 463 bei Albstadt-Laufen werden in der integrierten Leitstelle überwacht. Zeitgleich mit dem Notruf schaltet sich automatisch eine der insgesamt neun Tunnelkameras ein, so dass der Disponent sofort sieht, was sich im Tunnel ereignet hat. Über das Vermittlungssystem kann jede einzelne Kamera vom Disponenten eingeschaltet werden. Er kann sich einen Gesamteindruck über die Schadenslage im Tunnel verschaffen und schnell die notwendigen Einsatzkräfte alarmieren. Über das Lautsprechersystem und den Verkehrsrundfunk, für die im Tunnel befindlichen Fahrzeuge, können zusätzlich Hilfe- und Verhaltensanweisungen an die Autofahrer über­mittelt werden.

 

 

Bergrutsch Winkelgrat

Oberhalb der Kreisstraße K 7145 zwischen Albstadt-Laufen und Meßstetten-Tieringen finden seit längerer Zeit geologische Veränderungen statt. Dadurch besteht die Gefahr, dass ein Bergrutsch ausgelöst wird, der die Kreisstraße unterhalb des Winkelgrats unpassierbar machen könnte. Die geologischen Veränderungen werden über Sensoren registriert und aufgezeichnet. Überschreiten die Veränderungen eine definierte Größe, wird automatisch eine Alarmmeldung zur Leitstelle übertragen. Der Disponent der Leitstelle wird über  SMS-Alarmierung die installierten Ampelanlagen auf rot schalten und die Straße damit für den Verkehr sperren. Gleichzeitig mit der Sperrung der Kreisstraße K 7145 werden die Straßenmeisterei, die Polizei, das Landratsamt und das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg in Freiburg mittels SMS-Alarmierung und Fax benachrichtigt.

Albstadtwerke / Stadtwerke Balingen

Außerhalb der Dienstzeiten werden Notrufe, Hilfeersuchen und automatische Alarmmeldungen für die Albstadtwerke und die Stadt Balingen im Bereich der Wasser, Gas- und Stromversorgung entgegengenommen. Der Disponent alarmiert den entsprechenden städtischen Fachdienst über das eingebundene Alarmsystem und leitet damit die erforderlichen Hilfeleistungen ein.

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