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Gemeinsame Pressemitteilung der Kreisbrandmeisterstelle des Landratsamtes und des DRK-Kreisverbandes Zollernalb e.V.

Der 11.02.2018 ist der Tag des Notrufs 112 - Statistik zu Notrufen und Einsätzen

Foto: DRK-KV / ILS

Bei der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst im Zollernalbkreis sind im Jahr 2017 über 31.000 Notrufe über die Nummer 112 eingegangen. Im Durchschnitt dauerte ein Gespräch gerade mal eine Minute und zehn Sekunden. Auffällig ist in der Statistik der Integrierten Leitstelle, dass rund 4.000 Notrufe zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr auflaufen. „Insgesamt beläuft sich das Telefonaufkommen in der Leitstelle auf über 84.000 Anrufe“, informiert der Leiter der Leitstelle, Alwin Koch.

Die Freiwilligen Feuerwehren im Zollernalbkreis mussten zu 270 Bränden ausrücken und konnten hierbei 27 Menschenleben retten. 199 Brände waren so genannte Kleinbrände. Hier konnte die Feuerwehr durch ein rasches Eingreifen größere Brandschäden verhindern. Dies kann nur gelingen, weil im Zollernalbkreis in nahezu jedem Ortsteil eine Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr besteht. „Zehn Minuten nach Eingang eines Notrufs ist im Zollernalbkreis das erste Feuerwehrfahrzeug an der Einsatzstelle“, erläutert Kreisbrandmeister Hermann.

Zur technischen Hilfe, beispielsweise nach Verkehrsunfällen, wurden die Feuerwehren im vergangenen Jahr 620 Mal alarmiert. Hierbei hat die Feuerwehr 96 Menschen und 13 Tiere gerettet. „Wir sind stolz darauf, dass die Freiwilligen Feuerwehren ständig einsatzbereit sind, und dass wir im vergangenen Jahr so viele Menschen aus Lebensgefahr retten konnten“, so Kreisbrandmeister Stefan Hermann. Bei Bränden kam für einen Menschen jegliche Hilfe zu spät. Bei Verkehrsunfällen und Arbeitsunfällen mussten die Feuerwehren 17 Tote bergen.

Die Rettungswagen rückten 16.000 Mal zu Einsätzen aus, davon in rund 5.000 Fällen gemeinsam mit einem Notarzt. „Dabei steigen die Einsätze der Rettungswagen kontinuierlich an“, so der Vorsitzende Heiko Lebherz. So waren es im Jahr 2014 noch rund 14.000 Einsätze.

In Deutschland wurde schon Ende der 40-er Jahre die Notrufnummer 112 eingeführt. Seit dem Jahr 1973 wird bundesweit eine einheitliche Technik eingesetzt, mit der es möglich ist, den Anrufer zurückzuverfolgen und Notrufe zwischen verschiedenen Notrufzentralen zu verbinden. Seit 27 Jahren gilt die Notrufnummer 112 europaweit. In Jedem Staat der EU kann man über die 112 entweder die Polizei oder Feuerwehr und Rettungsdienst erreichen.

Wer im Zollernalbkreis die Notrufnummer 112 wählt, wird sofort mit der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in Balingen verbunden. Dort sind rund um die Uhr mindestens zwei Disponenten vom  Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Zollernalb e.V. im Dienst. Sie sind ausgebildete Rettungsassistenten und Feuerwehrleute. Je nach Notfall werden von der Leitstelle der Rettungsdienst, Notarzt und Feuerwehr alarmiert. Zukünftig wird die Leitstelle auch automatische Notrufe von verunfallten Kraftfahrzeugen, den sogenannten „eCall“, empfangen. Die Kosten für die Leitstelle werden vom Landkreis für die Feuerwehren und von den Krankenkassen, als Kostenträger des Rettungsdienstes, jeweils zur Hälfte getragen.

13. Februar 2018 11:12 Uhr. Alter: 3 Tage