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Der DRK-Kreisverband Zollernalb e. V. informiert

Helfer-vor-Ort-Statistik 2016

Foto: DRK-KV / EA

Die "Helfer-vor-Ort"-Gruppen der Bereitschaften des DRK-Kreisverbandes Zollernalb e.V. werden immer wieder gebraucht. Allein im vergangenen Jahr waren es wieder über 2.000 Einsätze. Kein Tag und keine Nacht vergehen ohne einen Einsatz. Die Zahlen steigen.  

Im vergangenen Jahr rückten die freiwilligen DRK-Helfer mehr als 2.000 Mal aus. Nur bedingt aufgeführt in dieser Statistik sind die Sucheinsätze nach vermissten Personen. Seit Jahren versucht das DRK immer wieder neue Gruppen zu installieren, doch dieses gestaltet sich schwierig. Waren es im Jahre 1997 noch zwölf Gruppen, sind es heute 18 Gruppen. „Nun gilt es diesen Stand auch zu halten“, so Kreisbereitschaftsleiter Dietmar Dieter.

Den Schwerpunkt bilden die internistischen Einsatzanlässe, wie plötzlich auftretenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hier rückten die Helfer allein über 1.000 Mal aus. Chirurgische Notfälle stehen an Nummer zwei mit knapp 400 Einsätzen. Die Integrierte Leitstelle alarmierte die Helfer auch zu 39 Brandeinsätzen und exakt 98 Kindernotfällen. Die Verantwortlichen sind froh, dass sich die lokalen HvO-Gruppen fest in das Rettungswesen integriert haben. Bei Aus- und Fortbildungen wie am vergangenen Wochenende in Meßstetten qualifizieren sich die Helferinnen und Helfer ständig weiter. Auch die Qualität der Sanitätswachdienste steige dadurch merklich, ist sich Dietmar Dieter sicher. Waren zu den Anfangszeiten die freiwilligen Helfer gerade am Wochenende und in der Nacht gefordert, so haben die Tageseinsätze stark aufgeholt. Schwerpunkte gebe es nicht, „die Melder lösen zu allen möglichen Uhrzeiten aus“, so Dieter.  

Erfreulicherweise konnten die ehrenamtlichen Helfer eine hohe Anzahl von Einsätzen auch zur Tageszeit und damit normalen Arbeitszeit abdecken. "Es gibt aber auch Einsätze, wo niemand ausrücken kann, weil die Helfer die Arbeitsstelle nicht verlassen könne", bedauert Kreisverbandarzt Dr. Severin Neher, welcher die ärztliche Aufsicht hat. Der Dank des DRK gilt hier einerseits den Arbeitgebern, die diese plötzlichen Auszeiten ermöglichen und anderseits den freiwilligen DRK-Helfern, die im Falle des Alarms die Arbeit niederlegen und zum Einsatz eilen. Die ausgefallene Arbeitszeit muss in den meisten Fällen nachholt werden.

Ein erfolgreiches Fazit lässt sich in jedem Jahr ziehen: es wird niemand alleine gelassen. Die Helfer überbrücken die wertvolle Zeit zwischen dem Notfall und dem Eintreffen des Rettungsdienstes. Die Technik hilft den Freiwilligen. Mit vollgepacktem Notfallrucksack und meist mit Frühdefibrillatoren ausgestattet geht es Tag und Nacht zum Einsatz.

Automatisierte Alarmierung der ehrenamtlichen Helfer

Bei der Kenntnisnahme eines Notfalles alarmiert die Leitstelle parallel zum Rettungsdienst die Helfer-vor-Ort. Dies geschieht in automatisierter Form. Nach dem Ausrücken treffen die Helfer immer mit einem zeitlichen Vorsprung bei dem Patienten ein. Die Helfer-vor-Ort überbrücken die Zeit zwischen dem Eintritt des Notfalls und dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit qualifizierten Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die HvO fahren entweder direkt zum Einsatzort oder sammeln sich zuvor beim DRK-Magazin. Am Einsatzort angekommen informieren sie die Leitstelle über die eigenen Feststellungen und geben so zeitnah dem Disponenten der Leitstelle wichtige Lagemeldungen durch. Oftmals können so noch weitere Einsatzkräfte, wie zum Beispiel der Notfallnachsorgedienst (NND), die Polizei oder die Feuerwehr zügig nachgefordert werden.

 

Möchten auch Sie sich ehrenamtlich beim DRK engagieren? Ihre Möglichkeiten sind vielfältig.

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6. Oktober 2017 08:37 Uhr. Alter: 14 Tage